Fundament benötigt - Darum brauchen Sie ein Sprachzentrum!

Ich wette, Sie haben schon mal eine Datei auf dem Computer abgespeichert, oder?! Und selbstverständlich brauchen Sie dafür eine Art Speicher, meist eine Festplatte. Und genauso ist es auch beim Sprachenlernen. Nur, dass die Festplatte Sprachzentrum heißt.

Wie unser Gehirn neue Wörter und somit Sprache abspeichert, ändert sich übrigens im Laufe unseres Lebens. Und so muss der erste Schritt sein, neue Nervenbahnen anzulegen. Einfach darauf loslernen hat also kaum einen Effekt, da unser Gehirn die neue Information gar nicht speichern kann. Wer schon mal einen Sprachurlaub gebucht hat (und ohne Vorbereitung besuchte), kennt diesen Effekt. Häufig kehrt man nach 3 Wochen nach Hause zurück und der Lerneffekt geht gen Null. Grund: Unser Gehirn war damit beschäftigt, das Sprachzentrum aufzubauen. Aber gelernt im Sinne von abgespeichert wurde nichts.

 


Das Video zur Lerneinheit

Kennen Sie schon Ihren Lerntyp? Wir alle lernen verschieden und so mag es sein, dass Sie vielleicht eher ein Video statt Text zur Erklärung bevorzugen. Alle Inhalte, wie man ein Sprachzentrum aufbaut und warum es so wichtig ist, finden Sie auch hier im Bewegtbild:

 

 

 

 


Sprache hören - So legen Sie Ihr Sprachzentrum an!

Im Grunde ist es ganz einfach, ein geeignetes Sprachzentrum aufzubauen. Sie müssen dazu Ihre Wunschsprache nur so viel wie möglich hören!

Klingt nicht gerade kompliziert, oder? Also, worauf warten Sie? Im Folgenden finden Sie einige Ideen, wie Sie sofort beginnen können, sich mit Ihrer Zielsprache zu umgeben. Dabei spielen die Inhalte zu Beginn erst einmal keine große Rolle. Es ist auch völlig normal, dass Sie anfangs wenig bis nichts verstehen. Je fremder die Sprache ist, umso weniger werden Sie verstehen, vielleicht nicht einmal, wo ein Wort anfängt und wo es aufhört. Darum kümmern wir uns später, nun heißt es erst einmal: Hören - Hören - Hören!

Hier sind einige Vorschläge, wie Sie direkt beginnen können, Ihr Gehirn auf das Lernen der neuen Sprache vorzubereiten:

YouTube:

Bevor Sie YouTube direkt ansteuern, machen Sie doch einen kleinen Umweg über Google-Translate und übersetzen Sie das Wort "Kindergeschichte" in Ihre Wunschsprache. Kopieren und fügen Sie die entsprechende Übersetzung dann in YouTube ein und lassen Sie die verschiedenen Geschichten, die YouTube findet, im Hintergrund so viel und so lange wie möglich laufen. Diese haben übrigens meist den Vorteil, dass sie langsamer gesprochen sind und meist ein einfacheres Vokabular verwenden.

(Online-) Radio:

Finden Sie einen Radiosender in Ihrer Fremdsprache und hören Sie ihn am besten einige Stunden täglich. Gerade bei den Nachrichten lohnt es sich, vorher die entsprechenden Neuigkeiten auf Deutsch zu lesen. So weiß Ihr Gehirn schon, um was es geht. Dies beschleunigt den Prozess.

Podcasts:

Viele Smartphones oder Computer-Programme wie iTunes bieten die Möglichkeit, verschiedene Podcasts zu abonnieren. Machen Sie sich auf die Suche nach entsprechenden Angeboten und konsumieren Sie sie. Am besten in einer Dauerschleife.

Musik:

Hören Sie sich Musik in der Fremdsprache an. Dies kann den Vorteil haben, dass die Noten die einzelnen Wörter besser betonen. Musik Streaming Dienste wie Spotify sind in der Regel immer eine Empfehlung wert. Dort kann man aus verschiedenen Kanälen wählen oder sich eigene Mixes zusammenstellen. Auf diese Weise entdeckt man häufig wahre musikalische und kulturelle Perlen.

Filme und Serien:

Einfach einen Film nebenbei laufen lassen und zuhören. Auch hier gilt, wenn Sie den Film schon kennen, umso besser. Wer sehr mobil sein will, der kann sich auch die Audiodateien eines Films extrahieren und diese dann flexibel als MP3 nutzen. So kann man jeden Film "hören".

Hören, Hören, Hören ist der richtige Start beim Sprachenlernen

Das Ziel dieser Liste ist es, Ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Sie sich schnell und einfach mit der Sprache umgeben können. Dabei reicht es, wenn Sie diese im Hintergrund laufen lassen, während Sie beispielsweise aktiv am PC arbeiten, Auto fahren, Sport treiben oder kochen. Wenn möglich, dann versuchen Sie, die Sprache mindestens 2 Stunden je Tag zu hören!

 

Ihre Aufgabe

Hören Sie mindestens 5 Tage die Woche 2 Stunden täglich die Fremdsprache!

 

Und nun lehnen Sie sich einmal kurz zurück und lassen Sie auf sich wirken, was Sie gerade erfahren haben. Vergleichen Sie dies einmal mit Ihren bisherigen Erfahrungen rund ums Sprachenlernen. Ist das reine passive Hören nicht ein wunderbar einfacher Einstieg?! Ich verspreche nicht zu viel, wenn ich sage, dass es bei allen HACKS der HACKlist ähnlich angenehm weitergeht.

 

Der persönliche Tipp Ihres Coaches Christian Roth

Nutzen Sie vor allem die toten Zeiten aus zum Hören Ihrer Lieblingssprache. Am besten setzen Sie sich hin und schreiben sich eine Liste mit etwa 10 Aktivitäten, bei denen Sie sich vorstellen könnten, Ihre Lernsprache zu hören. Nehmen Sie dann täglich eine Situation aus Ihrer Liste und integrieren Sie das Hören in diese Tätigkeit. So können Sie am 1. Tag bei einer Tätigkeit Ihre Sprache hören, am 2. Tag bei zwei Tätigkeiten, am 3. Tag bei drei. Sie werden staunen, wie schnell Sie sich an das Hören gewöhnen! Sie werden es nicht mehr missen wollen!